Reaktionsspiel: Toaster
Reaktions- und Konzentrationsspiel im Kreis. Eine Person in der Mitte zeigt auf eine*n Mitspieler*in und nennt eine Figur. Die angezeigte Person und ihre beiden Nachbar*innen stellen die Figur sofort pantomimisch dar.
Eckdaten
Fach/Fachbereich: Fächerübergreifend
Schulstufen/n: Zyklus 1 und 2
Überfachliche Kompetenzen: personale Kompetenzen (Selbststeuerung, Umgang mit Aufmerksamkeit), soziale Kompetenzen (Kooperation, Umgang mit Fehlern), methodische Kompetenzen. Das Spiel aktiviert exekutive Funktionen, die diesen Kompetenzen zugrunde liegen.
Umsetzung
Das Spiel fördert Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Reaktionsschnelligkeit, Impulskontrolle und kognitive Flexibilität, also zentrale exekutive Funktionen.
Ablauf
Alle stehen im Kreis, ein von der Lehrperson gewähltes Kind stellt sich in die Mitte und übernimmt die Spielleitung. Dieses Kind zeigt auf eine beliebige Person und nennt eine der vereinbarten Figuren. Die angezeigte Person stellt die Figur zusammen mit ihren beiden Nachbarinnen möglichst schnell und korrekt dar. Wer zu lange braucht, zögert oder die falsche Bewegung macht, wechselt in die Mitte und zeigt als Nächstes auf jemanden. Mit drei bis fünf Figuren starten und erst erweitern, wenn diese sitzen. Jede Figur vorab einmal gemeinsam üben. Bei jüngeren Kindern einfache Figuren wählen und ausführlich vorzeigen, bei älteren Schülerinnen genügt zu Beginn eine kurze verbale Beschreibung. Das Tempo hochhalten: Dauert das Aussuchen zu lange, geht der Reiz verloren. Den Wechsel in die Mitte als neue Rolle rahmen, nicht als Strafe, und eine positive Fehlerkultur pflegen.
Figurensammlung
Dies sind alles Figuren, die ganz ohne Geräusch auskommen, also rein über Bewegung und Haltung funktionieren.
• Die drei Affen. Mitte: hält sich die Augen zu. Aussen: rechts die Ohren, links den Mund.
• Toaster. Aussen: fassen sich an den Händen und bilden den Toaster. Mitte: springt dazwischen hoch als Toast.
• Waschmaschine. Aussen: fassen sich an den Händen. Mitte: steckt den Kopf hindurch und dreht ihn schnell.
• Elefant. Mitte: formt mit den Händen einen Rüssel. Aussen: bilden mit den Armen je ein Ohr.
• Mixer. Mitte: streckt die Arme über die Köpfe der äusseren Personen. Aussen: drehen sich im Kreis.
• Palme. Mitte: streckt die Arme hoch, Hände hängen als Wedel. Aussen: lehnen sich nach aussen als herabhängende Blätter.
• Känguru. Mitte: formt mit den Armen einen Beutel vor dem Bauch. Aussen: hüpfen auf der Stelle.
• Superheld*in. Mitte: streckt eine Faust nach vorn wie im Flug. Aussen: lassen mit den Armen den Umhang wehen.
• Blume. Mitte: legt das Gesicht in die geöffneten Hände als Blüte. Aussen: formen mit den Armen die Blätter zur Seite.
• Ente. Mitte: formt mit den Händen einen Schnabel und watschelt. Aussen: wackeln mit den Armen als Flügel.
• Fisch. Mitte: macht einen Fischmund und bewegt die Hände als Flossen. Aussen: wellen mit den Armen das Wasser.
• Lift. Aussen: bilden mit den Armen je eine Tür. Mitte: geht in die Knie als aussteigende Person. Alle richten sich langsam auf, die Türen öffnen sich zur Seite und die mittlere Person steigt aus.
• Schaukel. Aussen: reichen sich die Hände und bilden das Gestell. Mitte: schwingt mit dem Oberkörper vor und zurück.
• Spiegel. Mitte: macht eine langsame Bewegung. Aussen: spiegeln sie seitlich verkehrt nach.
• Roboter. Mitte: bewegt sich ruckartig und eckig. Aussen: klappen synchron die Arme im rechten Winkel auf und zu.
• Regenschirm. Mitte: streckt einen Arm nach oben als Stiel. Aussen: wölben die Arme darüber als aufgespanntes Dach.
• Schmetterling. Mitte: legt die Handrücken an der Nase zusammen als Körper. Aussen: bewegen die Arme langsam auf und ab als Flügel.
Eigene Figuren entwickeln
Die Sammlung ist bewusst offen. Schüler*innen können jederzeit eigene Figuren erfinden und der Klasse vorstellen. Das Prinzip bleibt gleich: Die mittlere Person übernimmt das Hauptelement, die beiden Nachbarinnen ergänzen es passend.
Material
Kein Material nötig
Referenzen
Nach: Selin Güler, Primarschullehrerin und Translationsmanagerin bei BeLEARN