Farbenfangis
Farbenfangis ist ein Fangspiel für die ganze Klasse. Die Kinder verteilen sich paarweise im Raum und halten je eine Balancepose, während zwei von ihnen einander jagen; die Farbe des Parteibands bestimmt, wer fängt und wer flieht.
Eckdaten
Fach/Fachbereich: Bewegung und Sport
Schulstufen/n: Zyklus 1 und 2
Umsetzung
Alle Kinder erhalten ein Parteiband in einer der drei Farben, die Farben gleich oft. Kinder mit unterschiedlichen Farben bilden Paare, verteilen sich im Raum und nehmen je eine Balancepose ein. Geeignet sind einfache, sichere Positionen, zum Beispiel Baum (Einbeinstand mit Fuss an der Innenseite des Standbeins), Flamingo (Einbeinstand mit leicht vorgeneigtem Oberkörper), Bank im Vierfüsslerstand oder Storch (Einbeinstand mit geschlossenen Augen).
Stehen alle in Position, wird ein Paar ausgewählt und startet ein Fangspiel. Die Bandfarbe bestimmt die Rollen: Rot fängt Blau, Blau fängt Grün, Grün fängt Rot. Das gejagte Kind rettet sich, indem es sich neben ein Paar stellt und dessen Balancepose einnimmt. Das Kind auf der gegenüberliegenden Seite löst sich aus dem Paar und setzt das Fangspiel fort. Anhand der Bandfarben ergibt sich, ob es fängt oder flieht. Treffen beim Andocken zwei gleiche Farben aufeinander, wird stattdessen das neu hinzugekommene Kind zum Fänger.
Gelingt das Berühren, kehren sich die Regeln sofort um: Blau fängt Rot, Grün fängt Blau, Rot fängt Grün. Zur Steigerung pfeift die Spielleitung. Alle legen ihr Band ab, laufen zu einer Wand, berühren sie und ziehen danach ein anderes Band an. Anschliessend geht das Fangspiel mit neu verteilten Rollen weiter.
Für Kinder mit hohem Bewegungsdrang gibt das Spiel dem Bewegungsdrang ein Ventil und trainiert zugleich das schnelle Umstellen der Fangregeln, also kognitive Flexibilität und Impulskontrolle. Die Regeln vor dem Start klar zeigen und die Posen einmal gemeinsam ausprobieren, damit der Fokus im Spiel auf dem Farbwechsel bleibt und nicht auf der Pose.
Material
Parteibänder in drei Farben (rot, blau, grün, gleichmässig verteilt), Musik, eine Pfeife, genügend Bewegungsraum (Turnhalle oder grosser Raum).
Referenzen
Nach: Selin Güler, Primarschullehrerin und Translationsmanagerin bei BeLEARN