Etuna: Struktur und Visualisierung im Klassenzimmer
Eine klare Struktur gibt Kindern Orientierung und Sicherheit. Wer weiss, was wann und wo passiert, kann seine Aufmerksamkeit aufs Lernen richten statt auf die Suche nach Halt. Elemente aus dem TEACCH Ansatz bieten dafür ein einfaches, alltagstaugliches Werkzeug, das besonders Schüler*innen unterstützt.
Eckdaten
Fach/Fachbereich: alle Fächer
Schulstufen/n: Zyklus 1, 2 und 3
Umsetzung
Der TEACCH Ansatz wurde ursprünglich für Menschen mit Autismus entwickelt und liefert einen Werkzeugkasten für Strukturierung und Visualisierung. Viele dieser Elemente helfen auch Schüler*innen mit ADHS. Sie haben oft Mühe mit Aufmerksamkeit, Planung, Impulskontrolle und Arbeitsgedächtnis, also mit den exekutiven Funktionen. Eine strukturierte und vorhersehbare Umgebung übernimmt einen Teil dieser Steuerung von aussen, entlastet das Kind und schafft Freiraum fürs Lernen.
Wirksam sind vor allem klare Strukturen von Raum, Zeit und Aufgaben, visuelle Tagespläne, eindeutige Arbeitsaufträge, vorhersehbare Abläufe und die Reduktion von Ablenkung. So wird der Unterricht berechenbar, und die Kinder gewinnen Sicherheit und Selbstständigkeit.
Konkrete Ideen
• Ein klar gegliederter Raum gibt Orientierung. Die Lernenden wissen, wo ausgetauscht wird, etwa am runden Tisch, und wo Stillarbeit stattfindet. Die Anordnung der Tische reduziert Ablenkung.
• Eine Sitzordnung und ein Pamir am Arbeitsplatz verringert visuelle und auditive Reize.
• Timer geben eine zeitliche Orientierung und machen sichtbar, wie lange eine Aufgabe dauert.
• Visuelle Tagespläne machen den Ablauf sichtbar. Die Lernenden setzen ihre Piktogramme selbst und haben Wahlmöglichkeiten, was ihre Selbstorganisation stärkt.
Material
Piktogramme, Sichtschutz, Timer, Whiteboard oder Tafel