Digitalisierung Bildung; KI Bildung, Digitale Bildung, Kompetenzzentrum; KI; Bildungsforschung, Schule, Smartphonefreie Primarschulen

Smartphonefreie Schulen: Eine Bedarfsanalyse für Schweizer Primarschulen (Zyklus II)

Smartphone-Regelungen an Primarschulen im Kanton Bern: Eine Studie zu aktuellen Praktiken und Bedürfnissen unter Einbezug von Schulleitungen, Lehrpersonen, Eltern und Schüler*innen.

Laufzeit: Januar 2026 – Dezember 2026
Status: Laufend
Bildungsstufe: Primarstufe
Thema: Digital Ethics, Digital Skills & Literacy, Digital Tools
Keywords: Smartphone-Vorschriften, Regeln und Vereinbarungen, Grundschulen, Bedarfsanalyse, gemischte Methoden

Ausgangslage

Die Nutzung von Smartphones ist fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Umfragen zeigen, dass fast jedes zweite Kind im Alter von 6 bis 13 Jahren ein eigenes Gerät besitzt (Feierabend et al., 2025), wodurch die Frage nach einem angemessenen Umgang im schulischen Kontext zunehmend an Bedeutung gewinnt. Während internationale Regelungen (Habermann, 2025) und öffentliche Debatten (Sotomo, 2024; YouGov, 2024) den Bedarf an klaren Richtlinien betonen, empfiehlt die Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften) gar ein vollständiges Smartphone-Verbot während der Schulzeit (Brailovskaia et al., 2025). Die empirische Evidenz zu solchen Massnahmen ist jedoch uneinheitlich. In der Schweiz fehlen bislang systematische empirische Studien zu Smartphone-Verboten an Schulen.

Die Universität Bern und die Pädagogische Hochschule NMS Bern adressieren diese Forschungslücke mit einer Bedarfsanalyse, die eine praxisorientierte Grundlage für eine anschliessende Hauptstudie (Intervention) schafft. Ziel ist es, den aktuellen Stand der schulischen Regelungen zur Smartphone-Nutzung zu erfassen und die Bedingungen zu identifizieren, unter denen Schulleitungen, Lehrpersonen, Eltern und Schüler*innen bereit wären, an einer Interventionsstudie mit temporärem Smartphone-Verbot teilzunehmen. Die Bedarfsanalyse dient als gemeinschaftlich entwickelte Basis, damit die Hauptstudie realistisch, unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen aller Beteiligten und gestützt durch die Schulpraxis gestaltet werden kann.

Ziele

Ziel ist es, den aktuellen Stand der schulischen Regelungen zur Smartphone-Nutzung zu erfassen und die Bedingungen zu identifizieren, unter denen verschiedene Anspruchsgruppen bereit wären, an einer zukünftigen Intervention (Hauptstudie) mit einem temporären Smartphone-Verbot teilzunehmen. Die Forschung ist somit aus der Praxis heraus gestaltet – und nicht über die Praxis gestülpt. Die Bedarfsanalyse bildet eine gemeinschaftlich entwickelte Grundlage, auf der die Hauptstudie realistisch, unter Berücksichtigung der Bedingungen aller Beteiligten und gestützt durch die Schulpraxis konzipiert werden kann.

Methode

Das Projekt verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz, der systematisch die Perspektiven der verschiedenen Anspruchsgruppen (Schulleitungen, Lehrpersonen, Eltern, Schüler*innen) erhebt und qualitative mit quantitativen Daten verbindet. Die Datenerhebung erfolgt durch leitfadengestützte Interviews mit Schulleitungen sowie standardisierte Fragebögen für Lehrpersonen, Eltern und Schüler*innen. Um eine aussagekräftige Stichprobe zu gewährleisten, werden Schulen unterschiedlicher Grösse sowie aus städtischen und ländlichen Regionen des Kantons Bern berücksichtigt.

Geplante Translation

Mit der Bedarfsanalyse leisten wir einen Beitrag zur Bildungspraxis und Bildungsforschung, indem wir die aktuelle Situation an Berner Primarschulen hinsichtlich der Smartphone-Nutzung durch Schüler*innen sowie die Bedingungen für die Teilnahme an einer Studie zu den Auswirkungen eines temporären Verbots erfassen. Dadurch entsteht eine praxisorientierte Grundlage, die Kooperation und Perspektiven aller Beteiligten berücksichtigt. Die teilnehmenden Schulen erhalten nach Abschluss einen praxisnahen Ergebnisbericht. Dieser ermöglicht es, den aktuellen Umgang mit Smartphones während der Schulzeit kritisch zu reflektieren, konkrete Bedarfe und schulbezogene Herausforderungen zu identifizieren und Medienrichtlinien weiterzuentwickeln.

Der Ergebnisbericht beantwortet unter anderem die Fragen, welche Rahmenbedingungen aktuell an den Schulen bestehen, welche Voraussetzungen von den verschiedenen Anspruchsgruppen für eine Interventionsstudie als notwendig angesehen werden und unter welchen Bedingungen eine Teilnahme an der Hauptstudie denkbar ist. Die Resultate werden in zielgruppengerechter Form aufbereitet, beinhalten schulenspezifisches Feedback und dienen als praxisrelevante Grundlage für eine fundierte Auseinandersetzung mit der Smartphone-Thematik im Schulalltag.

Projektleitung

Digitalisierung Bildung; KI Bildung, Digitale Bildung, Kompetenzzentrum; KI; Bildungsforschung, Schule, Smartphonefreie Primarschulen
Dr. Sandra Moroni Forschung & Entwicklung, PH NMS

Projektmitarbeit

Digitalisierung Bildung; KI Bildung, Digitale Bildung, Kompetenzzentrum; KI; Bildungsforschung, Schule, Smartphonefreie Primarschulen
Prof. Dr. Tina Hascher Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Bern
Digitalisierung Bildung; KI Bildung, Digitale Bildung, Kompetenzzentrum; KI; Bildungsforschung, Schule, Smartphonefreie Primarschulen
Dr. Arvid Nagel Forschung & Entwicklung, PH NMS
Digitalisierung Bildung; KI Bildung, Digitale Bildung, Kompetenzzentrum; KI; Bildungsforschung, Schule, Smartphonefreie Primarschulen
Amina Kadic Forschung & Entwicklung, PH NMS
Digitalisierung Bildung; KI Bildung, Digitale Bildung, Kompetenzzentrum; KI; Bildungsforschung, Schule, Smartphonefreie Primarschulen
Lea Riesen Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Bern

Beteiligte Institutionen