KI im Unterricht: Ethische Reflexion KI-basierter Workflows
Dieses Projekt untersucht, wie Schulen ethisch KI gesteuerte Arbeitsabläufe gestalten können – mit dem Ziel, Innovation, Transparenz und Verantwortung in der Bildung in Einklang zu bringen.
Laufzeit: Mai 2024 – Dezember 2024
Status: Abgeschlossen
Bildungsstufe: Heil- und Sonderpädagogik, Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II – Berufsbildung, Sekundarstufe II – Gymnasiale Bildung, Tertiärstufe
Thema: Artificial Intelligence AI, Digital Skills & Literacy
Keywords: Digitale Kompetenzen, Effektive Lerngewohnheiten, Künstliche Intelligenz, Problemlösen, Kompetenzen im Bereich Digitale Verantwortung
Ausgangslage
Das Projekt behandelt folgende Forschungsfrage: Wie können Schulen KI basierte Arbeitsabläufe (Workflows) für den Alltag von Lehrpersonen entwerfen, testen und verantwortungsvoll übernehmen, und dabei die ethischen Fragestellungen meistern, die sich aus neuen Mensch KI Interaktionen ergeben? Untersucht wird, was im schulischen Kontext unter «Effektivität» verstanden werden kann, wie KI Rollen und Prozesse verändert, und welche Pflichten und Verantwortlichkeiten auf Lehrpersonen, Lernende und KI Tools entfallen. Zentrale Themen sind dabei Integrität (von Personen und Prozessen), Rechenschaftspflicht und die Bedingungen, unter denen solche Arbeitsabläufe genutzt, dokumentiert und mittels Vorlagen sowie Reflexionshilfen begleitet werden sollten.
Ziele
Die drei Hauptziele des Projekts sind:
- Effektive KI gestützte Arbeitsabläufe im Unterricht über verschiedene Aufgabenbereiche von Lehrpersonen hinweg identifizieren – mit Fokus darauf, was im Schulkontext unter «Effektivität» verstanden wird (nicht nur Effizienz).
- Die ethische Dimension Mensch KI Arbeitsabläufe untersuchen; Rollen, Verantwortlichkeiten sowie Fragen der persönlichen und prozessbezogenen Integrität klären, die sich aus Lehrer*innen Lernenden KI Interaktionen ergeben.
- Praxisreife Materialien zur Übernahme bereitstellen, darunter Arbeitsablauf Vorlagen, Reflexionshilfen, Anwendungsfälle und umsetzbare Empfehlungen für Lehrpersonen und interessierte Fachpersonen.
Methode
- Reale Arbeitsabläufe von Lehrpersonen, die durch KI beeinflusst sind, sammeln und visualisieren.
- Definition dessen, was im Schulkontext unter «Effektivität» zu verstehen ist; effektive KI‑gestützte Arbeitsabläufe über Aufgabenbereiche von Lehrpersonen zusammenstellen, testen und sichtbar machen (explizit nicht nur «Effizienz»).
- Ethischen Diskurs über Integrität und Verantwortung in Mensch‑KI‑Interaktionen führen.
- Ergebnisse in die Praxis überführen mittels Workflow‑Vorlagen, Reflexionshilfen, Anwendungsfällen und umsetzbaren Empfehlungen für Lehrpersonen.
Ergebnisse
- Reale Arbeitsabläufe von Lehrpersonen nach KI‑Intensität kartieren: Das Team visualisierte Schritte von KI‑freier Nutzung bis hin zu automatisierter KI‑Nutzung und machte deutlich, wo KI sinnvoll integriert werden kann (oder eben nicht) in Aufgaben von Lehrpersonen.
- «Effektivität» vs. Effizienz wurden klar unterschieden: Das Projekt setzte bewusst auf pädagogische Effektivität (also das, was Lehren und Lernen im Kontext verbessert) und nicht lediglich auf Geschwindigkeit.
- Zentrale ethische Brennpunkte herausgearbeitet: Neue Mensch‑KI‑Konstellationen werfen Fragen von Integrität (persönlich/prozessbezogen) und Verantwortung/Rechenschaft zwischen Lehrpersonen, Lernenden und Tools auf.
Umgesetzte Translation
- Ergebnisse in die Praxis überführt mittels einer Liste von KI‑Arbeitsabläufen.
- Ethik‑Checkliste, Reflexions‑/Evidenz‑Vorlagen hinzugefügt.
- Erfolgreiche Pilotprojekte als «Starter‑Kits» verpackt und Workflow‑Kartierung und Ethik‑Reflexion in der Lehrpersonenbildung verankert, um Skalierung zu ermöglichen.
- Zahlreiche Rückmeldungen eines breiten Publikums sowie Einladungen zu Workshops und Diskussionsrunden.
Das Projekt und seine Resultate erhielten große Aufmerksamkeit. Schulen gewinnen einen klaren, ethischen Weg zur Einführung von KI: geprüfte Arbeitsabläufe nach KI Intensität kartiert, praktische Vorlagen und Checklisten sowie risikoarme Pilotprojekte, die zeigen, was funktioniert. Das Projekt stärkt die Kompetenz von Lehrpersonen, klärt Rollen und Verantwortlichkeiten, sichert Daten und Transparenz und setzt pädagogische Effektivität (nicht nur Effizienz) in den Vordergrund. Die Resultate sind durch wiederverwendbare Checklisten skalierbar und ermöglichen eine konsequente, verantwortungsbewusste, evidenzbasierte Nutzung von KI im täglichen Unterricht.