BeLEARN, The Beauty and the Machine – 3

The Beauty and the Machine, Joining Aesthetics and Robotics in Education – 3

Wir verfolgen einen pädagogischen Ansatz, der Kunst und Ästhetik in den Unterricht integriert, um Kreativität und Engagement im Bereich der Robotik zu fördern.

Laufzeit: Januar 2026 – Dezember 2027
Status: Laufend
Bildungsstufe: Primarstufe, Tertiärstufe
Thema: Digital Skills & Literacy, Digital Tools
Keywords: Robotik, Ästhetik, MINKT, Kunst, Lehre

Ausgangslage

Digitale Kompetenzen sind in der Bildung zentral und werden in Zukunft noch wichtiger. Bildungsroboter können die Entwicklung dieser Kompetenzen im MINT-Kontext unterstützen, indem sie hohe Motivation, überfachliche Fähigkeiten und interdisziplinäre Themen in den Unterricht bringen. Trotz dieser Vorteile sind Bildungsroboter in Schulen noch wenig verbreitet, da (angehende) Lehrpersonen sich oft nicht mit dieser Technologie verbunden fühlen oder nicht genügend Vertrauen haben, sie in ihren Unterricht zu integrieren. Es gibt bereits zahlreiche Forschungsarbeiten, die dies ändern wollen. Allerdings fehlt es bislang an Forschung zu den Potenzialen der Kombination von Ästhetik und Robotik. Studien zeigen, dass Ästhetik positive Emotionen auslösen kann – ein grosses Potenzial, um die Integration von Bildungsrobotern in Schulen zu fördern, insbesondere bei (angehenden) Lehrerinnen.

Unser Forschungsprojekt schliesst diese Lücke mit drei Studien, die folgende Forschungsfrage untersuchen: Inwiefern beeinflusst die Kombination von Robotik und Ästhetik die Motivation von angehenden und aktiven Lehrpersonen, Bildungsroboter in ihren digitalen Unterricht zu integrieren – insbesondere durch positive Emotionen?

  • Studie A untersucht die Faktoren, die die Motivation von angehenden Lehrpersonen beeinflussen, mittels qualitativer Befragungen.
  • Studie B prüft die Wirkung der Verbindung von Robotik und Ästhetik auf Motivation und Kompetenzen von aktiven Lehrpersonen mithilfe eines experimentellen Designs (Workshop und zwei quantitative Befragungen).
  • Studie C erforscht in einer explorativen, quantitativen Studie, wie die Kombination von Ästhetik und Robotik die Wahrnehmung von Robotik und STEAM bei Schüler*innen der obligatorischen Schule beeinflusst.

Vorgängerprojekte

Zwei Vorgängerprojekte bilden die Basis für das dritte Projekt: In The Beauty and the Machine – 1 wurde untersucht, wie ästhetische Kostüme für den Thymio-Roboter die Motivation und Fähigkeiten von angehenden Lehrpersonen im Umgang mit Bildungsrobotern beeinflussen. In The Beauty and the Machine – 2 wurde die Studie aus Projekt 1 optimiert und erneut durchgeführt. Über 120 Student*innen der PHBern wurden mithilfe verbesserter Aufgaben, erweitertem Storytelling und zusätzlichen Messzeitpunkten valide untersucht.

Ziele

Unser Ziel ist es, validierte Unterrichtsmaterialien zu entwickeln, die die digitale Motivation und Kompetenzen von Lehrpersonen fördern. Die Materialien stützen sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu spezifischen Faktoren, die Motivation und Kompetenzen erhöhen, und nutzen die Vorteile der Verbindung von Ästhetik und Robotik (z. B. stärkere positive Emotionen), um (angehende und praktizierende) Lehrpersonen zur Integration von Bildungsrobotern in ihren Unterricht zu motivieren. Wir beabsichtigen, diese Materialien breit zu verbreiten — intern und extern — durch gezielte Projektkommunikation.

Methode

  • Studie A: Um die Faktoren, welche die Motivation in der diesjährigen Studie mit Lehramtsstudent*innen beeinflussen, gründlich zu untersuchen, verwenden wir qualitative Befragungen.
  • Studie B: Um die Effekte von Ästhetik und Robotik auf Lehrpersonen im Schuldienst zu testen, planen wir, dasselbe experimentelle Design zu verwenden wie in der diesjährigen Studie mit Lehramtsstudent*innen. Das experimentelle Design umfasst einen Workshop als experimentelle Manipulation sowie zwei quantitative Befragungen.
  • Studie C: In einer explorativen Studie möchten wir die Effekte der Kombination von Ästhetik und Robotik auf die Wahrnehmung von Robotik und MINT durch Schüler*innen der Volksschule untersuchen. Die Studie verwendet einen quantitativen Ansatz.

Geplante Translation

Die schnelle Übersetzung von Forschung in die Praxis ist von Anfang an ein zentrales Element unseres Projekts: Wir haben bereits Unterrichtsmaterialien entwickelt, die sofort in der Lehrerausbildung oder im Unterricht eingesetzt werden können. Diese Materialien wurden bei angehenden Lehrpersonen getestet, die im Rahmen ihrer Teilnahme an der Studie bereits einen gut ausgearbeiteten Workshop erhalten haben. Zur Beschleunigung des Transfers unterstützen Kommunikationsfachleute der BFH den Austausch mit Praxispartnern und betreiben die Verbreitung über verschiedene Kanäle (z. B. Instagram, LinkedIn, Website, ROTECO). Die Materialien sollen als Open Educational Resources (OER) in Form kompletter Pakete bereitgestellt werden.

Unser Hauptziel ist es, den Einsatz von Bildungsrobotern in Pflichtschulklassen zu erhöhen. Wenn mehr Lehrpersonen Bildungsroboter verwenden, profitieren Lernende von praxisnahen, motivierenden und kreativen Unterrichtserfahrungen. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich Schülerinnen und Schüler für STEAM interessieren und eventuell MINT-Laufbahnen wählen — ein Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in diesen Bereichen. Als Nebeneffekt erwarten wir außerdem eine bessere Repräsentation von Robotik in Pflichtschulen. Wir planen, die Wirkung unseres Projekts in drei Studien im Jahr 2026 zu messen.

Projektleitung

BeLEARN, The Beauty and the Machine – 3
Prof. Dr. Francesco Mondada Center LEARN und MOBOTS, EPFL

Projektmitarbeit

BeLEARN, The Beauty and the Machine – 3
Manuel Bernal Lecina Group MOBOTS, EPFL
BeLEARN, The Beauty and the Machine – 3
Dr. Verena Huber Nievergelt Institut Primarstufe, PHBern
BeLEARN, The Beauty and the Machine – 3
Lorenz Möschler Schulinformatik, PHBern
BeLEARN, The Beauty and the Machine – 3
Prof. Jimmy Schmid Hochschule der Künste Bern, BFH
BeLEARN, The Beauty and the Machine – 3
Urs Wildeisen Institut Primarstufe, PHBern
BeLEARN, The Beauty and the Machine – 3
Dr. Jan Hofmann Group MOBOTS, EPFL
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Dr. Julia Mori Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Bern
BeLEARN, The Beauty and the Machine – 3
Léa Pereyre Group MOBOTS, EPFL
BeLEARN, The Beauty and the Machine – 3
Ramona Tschuppert Hochschule der Künste Bern, BFH

Beteiligte Institutionen