Programm Translation 2026
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung
Programmübersicht
13:00 Eintreffen der Teilnehmer*innen, Anmeldung beim Welcome Desk
13:30-13:45 Begrüssungen
Roger Spindler, Direktor Schule für Gestaltung Bern und Biel
Fritz Sager, Präsident BeLEARN, Vizerektor Lehre, Universität Bern
13:45-14:15 Keynote
Charlotte Axelsson, Zentrumsleiterin Digital Learning PH Zürich
14:15-15:00 Kaffeepause und Networking
15:00-15:45 Sessions 1-8 (Details siehe unten)
15:45-16:00 Transfer
16:00-16:45 Sessions 9-16 (Details siehe unten)
16:45-17:00 Transfer
17:00-17:30 Plenumsdiskussion, Wrap-up und Schlussworte
Ab 17:30 Apéro und Networking
Keynote 13:45-14:15
Lernen mit Style.
Sind digitale Lernumgebungen unattraktiv gestaltet, leidet nicht nur die Ästhetik, sondern auch das Lernen selbst. Charlotte Axelsson nimmt das Publikum mit auf eine Gedankenreise ins Zukunftsgespür und zeigt ihren transdisziplinären Ansatz, der Gestaltung und Pädagogik verbindet. Dabei geht es um Lernen und Zukunft – mit Mut zur Gestaltung und mit Skepsis gegenüber technologischen Versprechen. Denn gutes Design ist keine Zusatzoption, sondern die Voraussetzung für bessere Lernergebnisse.
Sessions 15:00 – 15:45
Wie können Lern- und Arbeitssituationen in der Berufsbildung kreativ, praxisnah und lösungsorientiert gestaltet werden? Berufsbildner*innen lernen das Konzept des VibeCoding kennen (keine Vorkenntnisse nötig) – eine Methodik, mit der sich konkrete Herausforderungen durch die Entwicklung einfacher, eigener Applikationen angehen lassen. Im Zentrum steht dabei nicht das Programmieren, sondern die Idee, Probleme strukturiert und kreativ zu lösen. VibeCoding ermöglicht es, schnell prototypische Lösungen zu entwickeln und so neue Wege im Umgang mit realen Lern- und Arbeitssituationen zu eröffnen.
Nach einer kurzen Einführung wird anhand eines praxisnahen Beispiels aus der Berufsbildung demonstriert, wie eine solche Anwendung entstehen kann – von der Problemstellung bis zur umgesetzten Lösung. Erleben Sie dabei, wie einfach es sein kann, eigene Ideen in funktionale Anwendungen zu überführen. Abschliessend wird gemeinsam diskutiert, wie VibeCoding als Methodik von Lern- und Arbeitssituationen eingesetzt werden kann und welchen Mehrwert dies für die eigene Ausbildungspraxis bietet.
Wie fühlt sich ADHS in Lernsituationen an? Und wie können Lehrpersonen oder Ausbildungsbetreuer*innen betroffene Kinder und Jugendliche unterstützen? Eine ADHS-VR-Simulation ermöglicht es, typische Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsherausforderungen von Menschen mit ADHS immersiv zu erleben. Die ADHS-VR-Simulation wurde von BeLEARN partizipativ mit ADHS-Betroffenen und späteren Nutzer*innen entwickelt und ist Teil eines Pakets, das daneben neurobiologische Grundlagen von ADHS erklärt und praxisnahe Materialien und Handlungsoptionen für Unterricht, Beratung und Begleitung vorstellt. Die VR-basierten Simulationen sollen zur Sensibilisierung und Weiterbildung eingesetzt werden. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für die Erfahrungswelt von Menschen mit ADHS zu fördern und damit einen empathischeren und inklusiveren Umgang im Bildungsalltag zu unterstützen. In dieser Session lernen Sie die Entstehung der App kennen und können selbst ADHS-Symptome immersiv erleben.
Pour façonner des changements dans l’éducation de manière fondée sur des preuves, la recherche en éducation collabore de plus en plus avec des acteur·trice·s du milieu scolaire et de l’administration de l’éducation. Dans le domaine de l’éducation numérique, les acteur·trice·s de l’EdTech sont également intégrés activement dans cette collaboration.
Lors de cet atelier, nous explorerons ensemble différents modèles de collaboration entre ces divers·e·s acteur·trice·s , en nous inspirant de la recherche collaborative et des networked improvement communities. Quelles configurations fonctionnent pour quels types d’objectifs et pourquoi ? Quelles conditions doivent être respectées pour en garantir le succès ? Comment évaluons-nous ces initiatives ? Quelles opportunités d’automatisation peuvent soutenir cette collaboration ? En résultat, l’atelier produira une cartographie des principaux facteurs que BeLEARN pourra utiliser pour concevoir des projets.
Seit dem August 2024 führen wir die überbetrieblichen Kurse der OdA ICT-Berufsbildung Bern nach dem pädagogisch didaktischen Konzept «BGSOL» (begleitetes selbstorganisiertes Lernen) durch. Unsere ICT-LearnFactory im Bernapark unterstützt innenarchitektonisch das Konzept und ist in dieser Form in der Schweiz einzigartig. In rund 10’000 Lernendentage seit dem Start konnten wir dabei erleben, was bei unserem Konzept funktioniert und was eher weniger. Nach einer kurzen Besichtigung der ICT-LearnFactory und Einführung in unser «System» schauen wir anschliessend in der Session kritisch auf die eineinhalb Jahre zurück und teilen die gemachten Erfahrungen. Danach gehen wir gerne in den Austausch mit den Teilnehmer*innen. Fragen, Erfahrungen, Ideen, Wünsche, Erwartungen zum BGSOL werden im Plenum thematisiert.
Viele Schulen stehen vor der Herausforderung, einen angemessenen Umgang mit Smartphones im Primarschulalter zu finden: verbieten, einschränken oder gezielt einsetzen? Aufbauend auf unserem Forschungsprojekt «PhocusPrim» geben wir Einblick in aktuelle Regelungen an Primarschulen und in unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Smartphones. Wir zeigen, wie Entscheidungen begründet werden können, wie sie im Schulalltag umgesetzt werden und welche Erfahrungen Eltern, Lehrpersonen und Schulleitungen damit machen. Dabei thematisieren wir sowohl Chancen als auch Herausforderungen sowie typische Spannungsfelder, Erwartungen und praktische Rahmenbedingungen. In interaktiven Sequenzen diskutieren die Teilnehmer*innen Herausforderungen, Erfolgsfaktoren und verschiedene Perspektiven auf diese komplexe Thematik.
Cet atelier présente le programme « Swiss EdTech Collider Testbed », une initiative visant à favoriser une collaboration structurée entre acteur·trice·s de l’éducation et start-ups EdTech pour développer, tester et valider des solutions numériques en contexte réel. Lors d’une session pratique avec la start-up Candli, les participant·e·s découvriront concrètement la valeur de la co-création. L’atelier met en lumière un projet soutenu par la Fondation Gebert Rüf et montre comment la collaboration entre enseignant·e·s et start-ups renforce la pertinence pédagogique et facilite l’adoption des technologies éducatives. Enfin, nous présenterons une nouvelle initiative visant à créer un label de qualité suisse pour les technologies éducatives.
Neue Technologien wie immersive Medien und intelligente Systeme revolutionieren die Möglichkeiten des Lehrens und Lernens in Hochschulen und Berufsschulen – vor allem wenn es darum geht, praxisnahe Fähigkeiten und komplexe Kompetenzen zu vermitteln. Dennoch bleibt die flächendeckende Verankerung solcher Ansätze im Bildungsalltag schwierig, wodurch ihr pädagogisches Potenzial häufig ungenutzt bleibt. Die Session beleuchtet, unter welchen Bedingungen der Einsatz entsprechender digitaler Lernumgebungen für Skillstraining gelingt, und zeigt anhand praktischer Beispiele, wie berufliche Handlungskompetenzen damit gezielt gefördert werden können.
Die Virtual-Reality-Anwendung «Viagg-io» versetzt Italienisch-Lernende virtuell in die italienische Schweiz. Sie tauchen in die Sprache und Kultur ein und können in lebendigen Gesprächen mit muttersprachigen Personen ihre bereits erworbenen Sprachkenntnisse anwenden, so als ob sie vor Ort wären. Das eigene Sprechen formt die Reise, es geht zum Picknick nach Bellinzona, in ein Grotto im Misox oder ins Valposchiavo. Möglich wird die immersive Sprachanwendung (Sprachniveau A2) durch die innovative Verbindung von Technologie und multimedialer Didaktik. Die Idee für «Viagg-io» entstammt einer Initiative engagierter Italienisch-Lehrpersonen aus den Kantonen Bern, Graubünden und dem Tessin. Im Workshop stellen Ines Honegger Wiedenmayer und Elke Schlote aus dem Projektteam das didaktische Konzept von «Viagg-io» vor und berichten aus 6 Monaten der Anwendung im Unterricht. «Viagg-io» kann auf VR-Brillen ausprobiert werden, und wir stellen die didaktischen Begleitmaterialien (OER) vor.
Sessions 16:00 – 16:45
Wie verändert KI das Lernen und unter welchen Bedingungen ist ihr Einsatz lernförderlich? Die Session bündelt aktuelle Zwischenbefunde aus Forschung und Praxis und stellt zentrale Fragen zum Einsatz von KI in Lernprozessen zur Diskussion. Im Fokus stehen die didaktische Gestaltung, die Rolle der Lehrperson sowie das Spannungsfeld zwischen Unterstützung, Entlastung und eigenständigem Denken. Ergänzend werden konkrete Einblicke aus laufenden Projekten eingebracht und gemeinsam reflektiert. Die Session verbindet Perspektiven aus Schule, Hochschule und Berufsbildung und bietet Orientierung für eine lernwirksame Gestaltung von Bildung mit KI.
L’histoire du Digital Training Companion (DTC) illustre parfaitement comment un outil d’évaluation numérique peut devenir un moteur d’une culture pédagogique fondée sur les données. Développé au centre LEARN de l’EPFL dans le cadre du projet EduNum (2018-2023), le DTC visait initialement à relever les défis pratiques liés à l’évaluation de la formation des enseignant·e·s dans le cadre d’une réforme à l’aide de données d’apprentissage à grande échelle et à plusieurs niveaux. Grâce à une expérimentation itérative, notamment dans le cadre de BeLEARN (2024–2026), il a dépassé le stade de simple outil de soutien numérique pour devenir un catalyseur de pratiques d’évaluation pédagogique continues, intégrées et visibles. La dernière étape de ce parcours est marquée par l’émergence d’un écosystème durable, avec le lancement de l’association à but non lucratif evalUtion, dédiée à la promotion et à la diffusion de pratiques d’évaluation fondées sur les données.
Cet atelier interactif invite les participant·e·s à explorer les principaux enjeux dans cette transformation : Quels obstacles sont apparus entre le prototype et la mise en pratique ? Quels facteurs ont influencé l’adoption réelle ? Quels éléments clés ont contribué à la mise à l’échelle ? Et comment ces innovations peuvent-elles être pérennisées au-delà des projets de recherche ? À partir de cas concrets, de témoignages et de discussions collectives, les participant·e·s réfléchiront à la manière de transposer ces leçons à leur propre contexte, et à ce qu’il faut pour créer un impact durable sur les pratiques éducatives à partir des résultats de la recherche translationnelle.
Wie lässt sich Wissen, Erfahrung und didaktische Expertise mit den Möglichkeiten von KI sinnvoll und lernförderlich kombinieren (hybride Intelligenz)? Wie können Lernende befähigt werden, KI-Tools lernförderlich einzusetzen? Wie lassen sich Lerneinheiten datenbasiert analysieren, gezielt optimieren und an den individuellen Lernstand sowie die Interessen der Lernenden anpassen? Diesen und weiteren Fragen geht Natalie Borter nach und zeigt mit praxiserprobten Beispielen auf, wie der Verein Swiss Learning Analytics arbeitet. Er unterstützt Unternehmen mit internen Bildungsangeboten (z. B. Swisscom) ebenso wie Bildungsinstitutionen (z. B. Pädagogische Hochschulen) bei der Implementierung lernförderlicher Angebote. Er begleitet Forschung-Praxis-Kooperationen, indem er evidenzbasierte Forschungsvorhaben und praxisrelevante Anwendungen systematisch aufeinander abstimmt und deren Umsetzung unterstützt. Er entwickelt und betreibt Open-Source-Tools sowie digitale Infrastrukturen zur Umsetzung lernförderlicher Angebote.
Die Integration von Innovationen in die berufliche Bildung bleibt herausfordernd, da wissenschaftliche Erkenntnisse oft nur begrenzt in die Ausbildungspraxis gelangen. Die Session greift diese Problematik auf und stellt das Translationsmodell von BeLEARN vor, das den Transfer als gestaltbaren Prozess versteht. Im Zentrum steht die Funktion einer*s Translations-Manager*in. Eine Rolle, die sich noch in der Ausdifferenzierung befindet und deren Wirkungsweisen laufend empirisch geprüft und verfeinert werden. Es geht um die Mitgestaltung eines adaptiven Prozesses, in dem Erkenntnisse kontextsensitiv aufbereitet, mit Praxispartner*innen umgesetzt und iterativ weiterentwickelt werden. Phasen wie Bedürfnisabklärung, Produktidee, Co-Design und Forschungsprojekt werden je nach Kontext gewichtet, wiederholt oder übersprungen. Erfahrungen aus der Praxis fliessen so systematisch in die Forschung zurück. Anhand eines Praxisbeispiels werden Herausforderungen und erste Gelingensbedingungen aufgezeigt. Die Session versteht sich als Zwischenstand und lädt zur Diskussion ein.
Was braucht es, damit EdTech-Lösungen erfolgreich in die Praxis kommen? In dieser Session diskutieren wir, wie Bildungsorganisationen Auswahl- und Kaufentscheidungen treffen – und wie EdTech-Start-ups darauf vorbereitet sind. Vertreter*innen von Bildungsorganisationen geben Einblick in ihre Kriterien anhand einer Checkliste. Darauf aufbauend prüfen Teilnehmer*innen anhand von vier Praxisbeispielen, was überzeugt, wo Zweifel entstehen und welche Hürden die Zusammenarbeit erschweren. Im Austausch zwischen Bildungspraxis und Start-ups wird sichtbar, wie Entscheidungen zustande kommen, was Vertrauen schafft und wo Positionierung und Vermittlung durch Marketing noch nicht tragen. Die Erkenntnisse werden gemeinsam verdichtet. Die Session bietet Orientierung zu Auswahl- und Kaufentscheidungen von Bildungsorganisationen, Impulse für die vertrauensbildende Positionierung von EdTech-Angeboten und Einblicke in ausgewählte EdTech-Start-ups und ihre Praxisnähe.
Kooperation oder Ko-Produktion: Wie wird daraus echte Zusammenarbeit? In dieser Session treffen mit Ralph Lagger (Unterrichtspraxis) und Thiemo Wambsganss (Forschung) zwei Perspektiven aufeinander. Im Fokus der Diskussion steht das Spannungsfeld zwischen sorgfältigem Forschungsdesign und dem Anspruch, rasch wirksame Lösungen zu entwickeln. Der digitale Wandel verstärkt dabei den Bedarf nach schnell einsetzbaren Lösungen für den Unterricht. Erhält in dieser Dynamik die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Schule genügend Aufmerksamkeit? Was braucht es, damit Co-Creation mehr als ein Schlagwort ist? Und welche Funktion kommt der Bildungspolitik in diesem Zusammenhang zu? Diskutieren Sie mit uns, bringen Sie Ihre Erfahrungen ein und schärfen Sie gemeinsam mit uns den Blick auf gelingende Co-Creation.
Im Rahmen eines Tandemformats reisten Schweizer Forscher*innen, Dozent*innen, Lehrpersonen und Schulleitungen im April 2026 nach Wenzhou (China), um dort Schulen zu besuchen und Einblicke in digitale und inklusive Unterrichtspraktiken zu gewinnen. Im Gegenzug besuchte eine chinesische Delegation im August die Schulen in der Schweiz. In der Session berichten wir von diesen gegenseitigen Schulbesuchen und den zentralen Erkenntnissen des Austauschs. Besonders im Fokus stehen der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Unterstützung von Lehren, Lernen und Inklusion in chinesischen Schulen und die Frage, welche Chancen und Risiken solche Ansätze für Schweizer Schulen bringen würden. Ziel ist es, Erfahrungen und Eindrücke weiterzugeben sowie Impulse für die Weiterentwicklung inklusiver und digital unterstützter Bildung zu diskutieren.
Lernen Sie mit XaraEdu ein KI-gestütztes Tool kennen, mit dem unterschiedliche Gesprächssituationen in einer sicheren virtuellen Umgebung geübt werden können. Nutzer*innen führen dank einer KI-Unterstützung dynamische und realitätsnahe Dialoge mit einem Avatar. Nach einer kurzen Einführung können Sie das Tool direkt selbst ausprobieren. In verschiedenen Szenarien, wie z. B. Gespräche mit Eltern oder Kund*innen, können Sie Ihre Kommunikationskompetenzen anwenden und reflektieren. Die Session adressiert deutsch- und französischsprachige Teilnehmer*innen und bietet Raum zum Ausprobieren, Austauschen und Diskutieren.
Découvrez XaraEdu, un outil basé sur l’IA qui permet de s’exercer à différentes situations de communication dans un environnement virtuel sécurisé. Grâce à l’IA, les utilisateur·rice·s mènent des dialogues dynamiques et réalistes avec un avatar. Après une brève introduction, vous pourrez tester l’outil vous-même. À travers divers scénarios, tels que des entretiens avec des parents ou des client·e·s, vous pourrez mettre en pratique et analyser vos compétences en communication. Cette session s’adresse aux participant·e·s germanophones et francophones et leur offre un espace pour expérimenter, échanger et discuter.
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Anmeldefrist: Mittwoch, 26. August 2026
Lehrpersonen im Kanton Bern können nach Absprache mit der Schulleitung die «Translation 2026» als Weiterbildung anrechnen lassen.
Wegbeschreibung
Es stehen kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung.
Wir empfehlen die Anreise mit dem ÖV:
Im 15-Minutentakt ab Bern Bahnhof erreicht die RBS Richtung Worb in nur 13 Minuten die Haltestelle «Deisswil». Diese liegt in unmittelbarer Nähe des Bernaparks.