Imagination-to-Image: Intendierte Visualisierung von Imaginationen mit KI
Wie kann KI die innere Vorstellung eines Menschen in ein Bild umsetzen, das der beabsichtigten Idee treu bleibt? Dieses Projekt will genau diese Frage beantworten.
Laufzeit: Juli 2024 – Dezember 2024
Status: Abgeschlossen
Bildungsstufe: Sekundarstufe I, Sekundarstufe II – Berufsbildung, Sekundarstufe II – Gymnasiale Bildung, Tertiärstufe
Thema: Artificial Intelligence AI, Digital Skills & Literacy
Keywords: Digitale Kompetenzen, Effektive Lerngewohnheiten, Künstliche Intelligenz, Metakognition, Problemlösen, Prozessdaten
Ausgangslage
Wie können KI Bildgeneratoren die Vorstellung einer Person in ein Bild übersetzen, das nicht nur von der «kreativen Eigenleistung» der KI geprägt ist, sondern der beabsichtigten Idee möglichst nahekommt? Und wann ist das im Bildungs- oder Designkontext sinnvoll? Das Projekt untersucht die «Nähe» zwischen ursprünglicher Vorstellung und KI Ausgabe als Erfolgskriterium.
Ziele
- Eignung von KI Generatoren zur Visualisierung von Vorstellungen prüfen, gestützt auf einen Kriterienkatalog zur Bewertung der «Ideen-Nähe».
- Prompting entwickeln und optimieren («Wie spricht man über Bilder?»), unter Einbezug der Expertise der HKB im Bereich Bildsprache und -wahrnehmung.
- Ergebnisse in die Praxis umsetzen (z. B. Lehr-Lernformate, Makerspaces, Brainstormings, Strategiedokumentation).
Methode
- Testreihen mit verschiedenen KI Generatoren, bewertet anhand des Kriterienkatalogs zur «Nähe» zur Ursprungsidee.
- Prompt-Engineering-Experimente, basierend auf Prinzipien der Bildbeschreibung und -interpretation.
- Praxisumsetzungen (z. B. Visualisierungen von Bildungszukunft), Erprobung von Workflows wie Skizze+Text+Inpainting und digitalem Post-Editing.
Ergebnisse
- KI kann beeindruckende Bilder erzeugen, verfehlt aber oft die genaue Absicht; reine Text-zu-Bild-Ansätze scheitern bei komplexen Szenen.
- Die besten Resultate wurden erzielt durch Kombination von Skizze+Text+KI Verarbeitung (inkl. Inpainting) plus manueller/digitaler Nachbearbeitung; das Aufteilen komplexer Szenarien in Einzelelemente und anschliessendes Collagieren hilft.
- Ethische Fragestellungen traten auf (z. B. Gender-Bias in den Ausgaben) sowie die Notwendigkeit einer sorgfältigen Kontrolle von Parametern und Prompt-Design.
Umgesetzte Translation
Wirkung auf die Bildungspraxis
- Unterstützung beim Transfer von Ideen in Visualisierungen für Planung und Unterricht.
- Bessere Abstimmung zwischen Stakeholdern: Kriterien zur «Ideen-Nähe» helfen Teams zu beurteilen, ob ein Bild die Ursprungsidee tatsächlich repräsentiert – was das gemeinsame Verständnis in Lehrplan- und Schulraumprojekten verbessert.
- Ethisch reflektierte Nutzung: Das Projekt macht Bias Risiken sichtbar (z. B. geschlechtsspezifische Darstellungen) und zeigt, wie durch gezieltes Prompting und Parametereinstellung gegengesteuert werden kann – ein Beitrag zur kritischen KI Kompetenz von Lehrpersonen.
Das Projekt stellt Kriterien, Prompts und Workflows bereit, die Schulen und Teams nutzen können, um Ideen für Lehr-Lernformate, Makerspaces, Brainstormings und Strategiearbeit zu externalisieren – und so die Kommunikation über zukünftige Lern- und Schulkonzepte zu verbessern. Die Projektergebnisse sind im Schlussbericht und einer Videopräsentation dokumentiert. Beides ist über die Projektwebsite zugänglich.