Peerfeedback

Kinder lernen nicht nur von Lehrpersonen, sondern auch voneinander. Wenn Schüler*innen lernen, einander gezielt und wertschätzend Rückmeldung zu geben, stärkt das nicht nur das Klassenklima, sondern auch die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Peerfeedback ist damit mehr als eine Methode, es ist ein Baustein für eine Lernkultur, in der alle sichtbar sind.

Eckdaten

Fach/Fachbereich: alle Fächer

Schulstufen/n: Zyklus 1 und 2

 

 

Digitalisierung Bildung; KI Bildung, Digitale Bildung, Kompetenzzentrum; KI; Bildungsforschung, Schule, Peerfeedback Bildquelle: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI), 2026

Umsetzung

Kinder können lernen, einander gezielt und wertschätzend Rückmeldung zu geben. Mit einfachen Satzanfängen wie «Ich fand gut, dass…» oder «Ich habe beobachtet, dass du…» wird Feedback zur erlernbaren Kompetenz. Das stärkt nicht nur den Empfänger, sondern auch den Geber, weil er lernt, genau hinzuschauen und das Positive zu benennen. Gleichzeitig können Lehrpersonen dieselben Methoden nutzen, um strukturiert Rückmeldung von der Klasse einzuholen und den Unterricht laufend anzupassen.

Konkrete Ideen für Peerfeedback:

Feedback-Zettel: Kinder schreiben nach einer Gruppenarbeit oder Präsentation einen kurzen Rückmeldungszettel an eine Mitschüler*in.

Anonyme Dankesbox: Kinder werfen wöchentlich einen Zettel mit einer positiven Beobachtung über ein anderes Kind in eine Box.

Wöchentliches Kompliment im Kreis: Jedes Kind sagt reihum etwas Positives über ein anderes Kind.

Feedback-Hand: Jeder Finger steht für eine Aussage, zum Beispiel «Was war gut?», «Was hat nicht gefallen?», «Was nehme ich mit?». Einfach und unaufwändig, ab Zyklus 1 einsetzbar.

Stimmungsbarometer: Kinder zeigen täglich an, wie sie sich fühlen und wie der Unterricht für sie war.

Wollfadenmethode: Kinder legen mit einem Wollfaden Gefühle und Lernschritte nach, geeignet für längere Lernprozesse.

 

Material

Post-its, Stifte, Wollfaden und Hefte

 

Referenzen:

Nach: Selin Güler, Primarschullehrerin und Translationsmanagerin bei BeLEARN

Quelle: