Classroomscreen
Kinder brauchen Orientierung, nicht nur inhaltlich, sondern auch zeitlich und strukturell. Classroomscreen macht Tagesplan, Arbeitsauftrag und Timer gleichzeitig sichtbar und schafft so Transparenz, bevor die Lektion überhaupt beginnt.
Eckdaten
Fach/Fachbereich: alle Fächer
Schulstufen/n: Zyklus 1 und 2
Umsetzung
Zu Beginn jeder Lektion wird Classroomscreen auf dem Bildschirm projiziert. Die Kinder sehen auf einen Blick, was sie erwartet: den Tagesplan mit den einzelnen Phasen, den aktuellen Arbeitsauftrag und einen laufenden Timer, der anzeigt, wie viel Zeit noch bleibt. So wissen alle sofort, was zu tun ist, ohne dass die Lehrperson es erklären muss.
Der Tagesplan zeigt nicht nur die Unterrichtsphasen, sondern die ganze Tagesstruktur auf einen Blick: welche Fächer kommen, wann die nächste Bewegungspause stattfindet, wer heute Geburtstag hat oder ob ein besonderer Anlass ansteht. Zu Beginn des Schuljahres wird geübt, morgens beim Eintreten zuerst auf den Bildschirm zu schauen, das wird zur Routine.
Konkrete Einsatzmöglichkeiten:
- Jeden Morgen wartet ein stiller Auftrag auf die Kinder, sichtbar auf dem Bildschirm, den sie selbstständig umsetzen, bevor der Unterricht beginnt. Zum Beispiel: „Heute ist Leseritual, lies 10 Minuten still“ oder „Schreibe dein Wochenziel auf und lege es sichtbar auf dein Pult.“
- Der Tagesplan zeigt auf einen Blick, wann die nächste Bewegungspause kommt, was besonders unruhigen Kindern hilft, die aktuelle Phase durchzuhalten.
- Geburtstage und besondere Anlässe sind sichtbar eingetragen und geben dem Tag einen gemeinsamen Rahmen.
- Der Timer läuft sichtbar für alle, Kinder können ihre Arbeit selbst einteilen und wissen, wann ein Übergang kommt.
- Gruppenaufteilungen werden direkt auf dem Bildschirm angezeigt, was den Einstieg in die Gruppenarbeit beschleunigt.
- Vor der Pause ist der nächste Schritt bereits sichtbar, Kinder wissen, womit sie nach der Pause weitermachen.
Kostenlose und bezahlte Version In der kostenlosen Version lässt sich täglich ein Screen gestalten. Praktisch ist die bezahlte Version, bei der man für jeden Wochentag oder sogar pro Fach eigene Screens erstellen und diese wie eine Präsentation während des Unterrichts durchlaufen kann. Es lohnt sich, an der eigenen Schule beim SMI oder bei der Picts-verantwortlichen Person nachzufragen, ob eine Schullizenz vorhanden ist oder gelöst werden könnte.
Weitere nützliche Funktionen Classroomscreen bietet auch praktische Gadgets wie den Gruppenmacher. Die Namen der Schüler*innen werden einmalig eingetragen, zum Beispiel mit einer Nummer pro Kind, und stehen dann jederzeit zur Verfügung. In Situationen, in denen schnell Gruppen gebildet werden müssen, kommt er unkompliziert zum Einsatz, zum Beispiel wenn die Kinder in der grossen Pause Räuber und Bulle spielen möchten und in Sekunden zwei Teams brauchen.
Das Tool ist kostenlos, browserbasiert und ohne Anmeldung nutzbar, was den Einstieg sehr niederschwellig macht.
Tools
Classroomscreen: classroomscreen.com (kostenlos, browserbasiert)
Referenzen:
Nach: Selin Güler, Primarschullehrerin und Translationsmanagerin bei BeLEARN
Quelle: Helmke, A. (2022). Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Klett-Kallmeyer. (insb. Kapitel Klassenführung und Strukturklarheit)