KI als Werkzeug: prompten, prüfen, hinterfragen

In diesem Unterrichtsbeispiel erproben die Schüler*innen generative KI als Werkzeug und lernen dabei, deren Resultate stets kritisch zu beurteilen und zu hinterfragen.

Was die Schüler*innen erwartet

Die Schüler*innen erproben den Umgang mit generativer KI und reflektieren die eigene Anwendung. Sie experimentieren mit präzise formulierten Prompts und beurteilen die Ergebnisse kritisch anhand der AAARG!-Kriterien. Dadurch verstehen sie den Einfluss der Trainingsdaten auf die Verlässlichkeit der Resultate und begreifen «Halluzinationen» als systemisches Problem von Sprachmodellen. Ebenfalls thematisiert werden KI als Werkzeug sowie Fragen des Datenschutzes bei KI-Tools.

Die AAARG!-Kriterien

Die AAARG!-Kriterien helfen, die Qualität und Vertrauenswürdigkeit von Informationsquellen zu bewerten. Dies ist bei KI-generierten Inhalten besonders wichtig. Er besteht aus den fünf Kriterien:

Anwendungsideen

Prompt-Vergleich

dieselbe Aufgabe einmal vage, einmal präzise (Rolle, Kontext, Format) stellen und die Ergebnisse gegenüberstellen.

 

Faktencheck

eine KI-Antwort auf erfundene Fakten prüfen und mit verlässlichen Quellen abgleichen (z.B. nach den AAARG!-Kriterien)

 

KI als Schreibcoach

einen eigenen Text von der KI kommentieren lassen und die Rückmeldung kritisch beurteilen, statt sie blind zu übernehmen.

 

KI-Regeln

persönliche Leitlinien zum sinnvollen Einsatz von KI im eigenen Lernen entwickeln.

Möglicher Prompt der Lehrperson (für den Prompt-Vergleich)

  • Vage: „Schreibe etwas über den Wald“
  • Präzise: „Du bis Biologielehrperson. Erkläre einer 7. Klasse in fünf einfachen Sätzen, warum der Wald für das Klima wichtig ist. Verwende ein Alltagsbeispiel.“

Mögliche Lernspuren aus der Jahresplanung

KI-Experiment dokumentieren

Eigene Anfragen an ein KI-Tool stellen, Ausgaben festhalten und auf Fehler / Bias überprüfen. Das Ganze wird als Protokoll oder kommentierter Screenshots festgehalten.

 

Finales Produkt «Wie funktioniert generative KI?»

Ein Poster, ein Erklärvideo oder kurze schriftliche Erklärungen in eigenen Worten.

Material

Schulisch zugelassenes, datenschutzkonformes KI-Tool (bspw. Fobizz) oder generative KI (wie ChatGPT) aber hier darauf achten, dass keine sensiblen, personenbezogenen Daten verwendet werden.

 

AAARG!-Kriterien zur Beurteilung von Informationsquellen von der Universitätsbibliothek Augsburg.

Datenschutzhinweis

Keine persönlichen oder sensiblen Daten in KI-Tools eingeben. Nur schulisch freigegebene Anwendungen verwenden und die geltenden Nutzungsregeln beachten.